mct-Fette bei Gallensteinen

Menschen mit Gallensteinen benötigen spezielle Fette und Öle.


„Das vertrage ich alles nicht!" Ein Ausspruch, der die Tragweite der Ernährungsprobleme bei Gallensteinen bestens wieder spiegelt und somit häufig von Betroffenen zu hören ist. Gemeint ist damit das Unwohlsein und die Beschwerden nach dem Verzehr von Lebensmitteln, die langkettige Fettsäuren aufweisen - also Lebensmittel des täglichen Bedarfs.

 

Die für die Verdauung von langkettigen Fetten benötigte Gallensäure aus der Gallenblase kann aufgrund der Gallensteine nicht mehr in den Dünndarm einfließen. Dadurch können langkettige Fettsäuren nicht emulgiert und somit nicht verdaut werden. Die Folgen sind Bauchschmerzen, Durchfälle, Unterversorgung mit Vitaminen, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen sowie Übelkeit.

 

Mittelkettige Triglyceride, kurz mct, können da Abhilfe schaffen. Das sind spezielle mittelkettige Fettsäuren, die sehr aufwendig aus Kokosfett gewonnen werden. Sie sind für den Organismus leicht verdaulich und können ohne Lipase der Bauchspeicheldrüse sowie ohne Gallensäure innerhalb kürzester Zeit vom Darm aufgenommen werden.

 

Diese positive Wirkung von mct bei Gallensteinen wird ebenfalls von Medizin- und Ernährungsexperten bestätigt. Eine Auswahl entsprechender Artikel haben wir Ihnen im folgenden zusammengestellt. Klicken Sie bitte auf den Link unter dem Zitat um sich den kompletten Text anzeigen zu lassen.

 

www.medicoconsult.de

"MCT-Kost: Wenn durch Gallemangel eine Fettverdauungsstörung entsteht, können mittelkettige Triglyceride (MCT-Kost) angebracht sein. Denn sie werden auch ohne Einwirkung von Galle aufgenommen."

 

 

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Dr. med. Manfred Hechler

Facharzt für Ernährungsmedizin


"Die Ursachen einer exokrinen Pankreasinsuffizienz können vielfältig sein. Sie können in ständig wiederkehrenden Gallengangsentzündungen, Gallensteinen, in einem chronischen Alkoholmissbrauch oder in einer hochkalorischen, fett- und eiweißreichen Ernährung liegen. Neben rezidivierenden Oberbauchschmerzen treten Symptome wie Blähungen, Durchfall, Fettstühle und Gewichtsabnahme auf.

 

Sinnvoll ist eine „Pankreasdiät" immer dann, wenn bei einer Normalkost keine ausreichende Nährstoffaufnahme mehr möglich ist. Durch eine Pankreasdiät kann in diesen Fällen durchaus noch eine gute Nahrungsverwertung erreicht werden. Da v.a. die Fettverwertung gestört ist, muss zunächst der Fettgehalt in der Nahrung reduziert und leicht verdauliches Fett angeboten werden. Liegt eine schwere Fettverdauungsstörung mit hohen Fettausscheidungen im Stuhl vor, sollte ein Austausch der Streich- und Kochfette (sichtbare Fette) durch leicht verdauliche MCT-Fette vorgenommen werden. Diese Spezialfette können auch bei unzureichender Gallen- und Bauchspeicheldrüsenfunktion komplett aufgenommen (resorbiert) und aufgeschlossen werden."

 

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Uni-Klinikum

Heidelberg


"Die häufig beobachtete Gewichtsabnahme ist nicht selten durch den Mangel an aufgenommener Nahrung zu erklären.Die Schwierigkeit liegt sehr häufig bei dem Fettverzehr.Fette sind die Hauptkalorienlieferanten. Pankreaskranke vertragen manche Nahrungsfette schlecht. Hier muss versucht werden, ein leicht verdauliches Fett zu finden. Beim Steigern der Fettmenge sollte man sehr behutsam vorgehen, mit kleinen Portionen beginnen und diese allmählich steigern. Als zusätzlicher Kalorieträger kann man mittelkettige Triglyzeride (MCTFette) in Form von Margarine oder Speiseöl zu sich nehmen."

 

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