mct-Fette bei Lympherkrankungen
Menschen mit Erkrankungen des Lymphsystems benötigen oft spezielle, leichtverdauliche Fette und Öle.
Unabhängig wodurch eine Lympherkrankung ausgelöst wird (Unfall, Operation, Stoffwechselerkrankungen), sie greift immer auch in den Bereich der Fettverdauung ein.
Ein Punkt der oft nicht beachtet wird: langkettige Fette müssen nach der Aufnahme im Dünndarm, über die Lymphe in den Organismus transportiert werden. Liegt hier eine Störung vor, ist dies oft nicht mehr - oder nur noch eingeschränkt - möglich. Um das Lymphsystem nicht zusätzlich zu belasten, ist es außerordentlich wichtig, die Ernährung auf sogenannte mittelkettige Fette ( mct ) umzustellen.
mct - Fette sind spezielle mittelkettige Fettsäuren, die sehr aufwendig aus Kokosfett gewonnen werden. Sie sind für den Organismus zudem leicht verdaulich und müssen nicht über das Lymphsystem verstoffwechselt werden. Die Fette werden direkt über das Pfortaderblut in die Leber transportiert.
Diese positive Wirkung von mct bei Erkrankungen der Lymphe wird ebenfalls von Medizin- und Ernährungsexperten bestätigt. Eine Auswahl entsprechender Artikel haben wir Ihnen im folgenden zusammengestellt. Klicken Sie bitte auf den Link unter dem Zitat um sich den kompletten Text anzeigen zu lassen.
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www.biowellmed.de Gesundheitsportal |
"Öle und MCT - Fette sind gut. Sie werden im Gegensatz zu den LCT(langkettige Triglyzeride) direkt in die Darmschleimhaut aufgenommen, abgebaut und dann direkt als freie Fettsäuren bzw. Glycerin über die Pfortader zur Leber transportiert. Die Verwertung von MCT - Fetten ist deshalb auch ohne Anwesenheit von Gallensäuren, bei Fehlen der Pankreaslipase und bei entzündlicher oder mechanischer Blockierung des Lymphsystems möglich."
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| Ernährungsumschau
Prof. Dr. Günther Wolfram |
"MCT-Fette werden genutzt für Patienten mit Fettabsorptionsstörungen (z. B. Zustand nach Magen- oder Darmresektionen, verminderte Gallensekretion, exokrine Pankreasinsuffizienz, Mukoviszidose), mit einer Beeinträchtigung der Lipoproteinlipasefunktion (z. B. Hyperlilpoproteinämie Typ I oder V), bei Lymphabflussstörungen und im Rahmen einer ketogenen Kost zur Vermeidung von Krampfanfällen bei Kindern. Die Zahl dieser Patienten ist nicht sehr groß.
Wichtig ist, dass beim Einsatz von MCT die Zufuhr essentieller Fettsäuren sicher gestellt wird. Auch die Versorgung mit und die Absorption von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) muss gewährleistet werden.
Zusammenfassend sind MCT-Fette als diätetische Lebensmittel bei Maldigestion und Malabsorption, Lymphabflussstörungen und in einer ketogenen Diät sowie als günstige Energiequelle in Fettemulsionen für die parenterale Ernährung seit vielen Jahren erprobt und allgemein anerkannt."
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